Am 6. Juni, dem Vortag des Tages der Organspende, lud das Transplantationszentrum Regensburg zu einem festlichen und auch informativen Jubiläums-Symposium in den großen Hörsaal ein.
Nach der Begrüßung durch den Direktor des Universitätsklinikums, Professor Oliver Kölbl, richtete der medizinische Vorstand der DSO Dr. Axel Rahmel, mit seiner Festrede nach einem Ausflug in die Historie auf die Situation der Organspende und Transplantation in Deutschland und auch in Regensburg. Der Blick auf die Zahlen der Organspenden, die an den Unikliniken (Transplantationszentren!) zeigt große Unterschiede. Während Dresden 2024 nach wie vor die meisten Organspender aufweist, lag Regensburg mit 7 Organspendern auf einem Mittelplatz (2025 bis jetzt auf Platz 2) und man staunt über größere Transplantationszentren, bei denen es nur 2 Organspender im ganzen Jahr gab (z.B. Tübingen). Die Ausgewogenheit von Geben und Nehmen ist wichtig, denn ein Organspender verschenkt durchschnittlich 56 Lebensjahre.
Nach drei Patientengeschichten rund um deren Lebensrettung durch eine Organspende, verdeutlichte Pater Klaus Schäfer in seinem Vortrag mit Pabst-Zitaten, Literaturstellen und Bibelworten, dass die Organspende zurecht als Akt der christlichen Nächstenliebe bezeichnet werden darf. Professor Bernhard Banas, Leiter des Transplantationszentrums Regensburg, blickte in die Zukunft und stellte Möglichkeiten vor, wie noch mehr Menschen noch besser durch eine Organspende geholfen werden kann. Stärkung der Lebendorganspende, hier auch die Überkreuzspende der Nieren und eine Ausweitung der Maschinenperfusionstechnik wurden in diesem Zusammenhang erläutert. Zum Abschluss wurde vom Leiter der Kommunikationsabteilung der Uniklinik die eindrucksvolle Fotoausstellung „Leben spenden“ mit vielen Betroffengeschichten vorgestellt und eröffnet.
Text: Jutta Riemer
Lebertransplantierte Deutschland e.V.
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