„Hand in Hand für unsere Gesundheit“ – Selbsthilfetag in Limburg/Lahn

„Hand in Hand für unsere Gesundheit“ so lautete das Motto des Selbsthilfetages in Limburg, am 14.9.2019.
37 Selbsthilfegruppen aus dem Landkreis Limburg/Weilburg und Umgebung informierten in der Josef-Kohlmaier-Halle und auf dem Europlatz über ihre wichtige Funktion und über ihre Arbeit.

Landrat Michael Köberle und der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer eröffneten um 10:00 Uhr den Selbsthilfetag und lobten das Engagement der Gruppenmitglieder. Ohne Selbsthilfe sei die Welt ein Stück ärmer.
In der Stadthalle und auch auf dem Europaplatz fanden zahlreiche Mitmach-Aktionen statt wie z.B. die Wanderausstellung „Selbsthilfe zeigt Gesicht“, DRK-Reanimationsstand und für die Kinder gab es eine Hüpfburg.
Ab 11 Uhr wurden Vorträge zu folgenden Themen angeboten: „Ein Leben retten – 100 pro Reanimation“ von PD Dr. med. Michael Freis, Chefarzt am St. Vincenz-Krankenhaus; „Qi Gong – Üben oder Arbeit mit der Lebensenergie“ mit Simone Retagne; „Diabetes im Griff durch Lebensstiländerung“ von Frank Scherer von der Selbsthilfegruppe Limburger Diabetiker; „Glücksspielsucht“ von Uwe Schaar von der Sucht- und Glücksspielberatung; „Was kann sozialrechtliche Beratung erreichen?“ von Luitgard Lemmer vom BDH Kreisverband Lahn-Dill-Eder.
Den Abschluss bildete Prof. Dr. Gerd Glaeske mit seinem Fachvortrag „ Immer nur Medikamente – oder was kann ich auch selber tun?“ Prof. Glaeske, bekannt aus dem Fernsehen und Professor für Arzneimittelversorgungsforschung an der Universität Bremen, warnte, dass nicht alle Leiden mit Arzneimittel behandelt werden müssen. Es gebe auch viele andere Möglichkeiten der Selbsthilfe ohne Medikamente, von Prävention bis zu sinnvollen Hausmitteln.
Fast 1,6 Milliarden Packungen Arzneimittel würden pro Jahr in Deutschland verkauft. Die eine Hälfte müsse verschrieben werden, die andere gebe es ohne Rezept. Sicher seien Medikamente nützlich für Patienten, aber seien alle notwendig und viele Mittel würden nebeneinander genommen werden und könnten deshalb schwerwiegende Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auslösen. Gerade ältere Menschen würden viele Medikamente zusammen einnehmen. Dieser Vortrag fand regen Anklang.

Der Infostand des Verbandes Lebertransplantierte Deutschland e.V. - Kontaktgruppe Westerwald/Rhein/Lahn- wurde gut besucht und es wurden sehr viele Organspendeausweise verteilt und konstruktive Gespräche geführt.
Auch Andreas Hofmeister, Mitglied des Hessischen Landtages, kam vorbei und zeigte seinen Ausweis, den er schon lange mit sich trage. (s. Foto)

Text und Fotos: Mariele Höhn

Infostand

Infostand

Mariele Höhn, Andreas Hofmeister und Georg Minde

Mariele Höhn, Andreas Hofmeister und Georg Minde

Prof. Glaeske

Prof. Glaeske

Kontakt

Lebertransplantierte Deutschland e.V.
Montag - Donnerstag 10:00 bis 15:00 Uhr 

Telefon: 02302/1798991
Fax: 02302/1798992

E-Mail: geschaeftsstelle(at)lebertransplantation.de

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