Organspende- Im Irrgarten der Lösungen

Datum

Montag, 18. Februar 2019 17:00 Uhr
bis Montag, 18. Februar 2019 19:30 Uhr

Organisator

Universitätklinikum Regensburg

Ort

Universitätsklinikum Regensburg
Großer Hörsaal im Bauteil A2
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg

Programm

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen


Grußwort von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:

Sehr geehrte Damen und Herren,

In unserem Land warten etwa 10 000 Menschen auf ein Spenderorgan. Und obwohl eine überwältigende Mehrheit von 84 Prozent der Deutschen Organspenden richtig findet, bleiben die Spenderzahlen gleichzeitig auf einem viel zu niedrigen Niveau.

Mit gesetzlichen Änderungen für eine bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen können wir dazu beitragen, die Abläufe in den Kliniken bei der Organspende zu verbessern. Es bedarf dort oft mehr Personal und Zeit, um mögliche Organspender zu identifizieren und die notwendigen Gespräche zu führen.

Dieser Prozess kann erheblich gestärkt werden, wenn Koordinierungsstelle, Entnahmekrankenhäuser und Transplantationsbeauftragte enger zusammenarbeiten. Für ihre Arbeit brauchen die Transplantationsbeauftragten ausreichend Zeit. Es ist wichtig, ihre Rolle in den Kliniken zu stärken und Entnahmekrankenhäuser künftig für den gesamten Prozessablauf einer Organspende besser zu vergüten. Für mich steht fest: Gut funktionierende Abläufe bei der Erkennung möglicher Organspender, mehr Zeit und eine gute Finanzierung können dazu beitragen, mehr Menschenleben zu retten.

Losgelöst davon möchte ich, dass wir das Thema Organspende in unserer Gesellschaft weiter intensiv erörtern. Mir geht es darum, dass wir mehr Verbindlichkeit schaffen, sich mit der eigenen Bereitschaft und persönlichen Entscheidung zur Organspende auseinanderzusetzen. Ich bin für einen Paradigmenwechsel hin zu einer erweiterten Widerspruchslösung. Jeder kann „Nein“ sagen, wenn er eine Organentnahme für sich ablehnt. Ich finde, das „Nein“ aussprechen zu müssen, wenn man eine Organspende für sich persönlich ablehnt, ist angesichts der bedrückend niedrigen Zahl von Organspenden jedem Mitglied einer freien Gesellschaft zumutbar.

Ich freue mich, dass der Verein der Freunde und Förderer der Pflege am Universitätsklinikum Regensburg e.V. zu dieser Debatte mit seinem Symposium beiträgt. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich einen guten Austausch und viele wertvolle Erkenntnisse.

Kontakt

Lebertransplantierte Deutschland e.V.
Montag - Donnerstag 10:00 bis 15:00 Uhr 

Telefon: 02302/1798991
Fax: 02302/1798992

E-Mail: geschaeftsstelle(at)lebertransplantation.de

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