3. Sitzung der Kerngruppe Bündnis Organspende Bayern (BOB) München 13.03.18

Dr. Neft begrüßt die Teilnehmer und entschuldigt sich für die lange „Taktische“ Pause,
diese hatte mit dem Umzug des Ministeriums nach Nürnberg und der schwierigen
Personalfindung zu tun. Diese Treffen wäre sozusagen ein „Neustart des Bündnisses“.
Unser neuer ASP vom BOB ist ab sofort Herr Sebastian Bruch
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Geschäftsstelle Bündnis Organspende Bayern
Haidenauplatz 1, 81667 München
Tel.: +49 (89) 540233-251
buendnis-organspende(at)stmgp.bayern.de

Herr Janker Vorsitzender Spielausschuss des Bayerischen Fußball-Verbands, zeigte einen kurzen Film von der in 2017 gelaufenen Bayernweiten Aktion zur Organspende bei der 568 Vereine teil nahmen. Es musste ein Stopp der Anmeldungen gemacht werden da nur 100.000 OSP Ausweise geordert wurden.
Herr Janker betonte dass er wieder bereit wäre ähnliche Aktionen zu starten, aber nicht in diesem oder im kommenden Jahr.

Prof. Anthuber Klinikum Augsburg, sagte nach seiner Begrüßung „die OSP in Deutschland sei im freien Fall“. Zum 136 Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie am 27.03.19 plane er einen
Patiententag mit einem OSP Lauf. Dieser Kongress finde im halbjährigen Wechsel in
München und Berlin statt, wobei dieser Patiententag zukünftig eine feste Veranstaltung
werden soll. Er bat um rege Teilnahme der Wartepatienten und Transplantierten, weitere Infos dazu werden Folgen.

Ingo Schurig vertreter der Evangelischen Kirche. 
Dr. Neft spricht das mehrfach Diskutierte Hirtenwort an, Herr Schurig verwies auf die Handreichungen der Evang. u. Katholischen Kirchen und verteilte diese. Dr. Osterkamp (Verein Gegen den Tod auf der Organ-Warteliste) vermisst darin die Konsequenz zur OSP. In der Handreichungen würde nicht darauf hin gewiesen, dass man bei Ablehnung einer OSP auch kein Organ im Falle einer Organkrankheit annehmen solle. Dr. Neft und Peter Kreilkamp begrüßten diesen Einwand. Herr Schurig will die Autoren der Handreichungen dazu ansprechen.

Rena Sebisch u. Melanie Li „Aufklärung OSP“ Studentische Initiative, zeigen einen Kurzfilm zu ihren Aktivitäten, Schulvorträge zum Hirntod und eigene Fortbildungsveranstaltungen.
Frau Li betonte, dass Medizinstudenten auffällig wenig über den Hirntod wissen. Die beiden Damen sagen dass ihre Initiative die OSP Wand mit begleitet und unterstützt da die Jungen Helden sich immer weniger an Aktionen beteiligen, warum auch immer? Sie boten Unterstützung zu Veranstaltungen zur OSP an, da sie in vielen Universitätskliniken in Deutschland Aktiv wären und über entsprechende Man Power
verfügten.

TX Beauftragter Markus Konert Klinikum Bad Aibling, begrüßte die in Bayern durch das Ausführungsgesetz erfolgte Stärkung der TX Beauftragten.

Dr. Osterkamp Verein „ Gegen den Tod auf der Organ-Warteliste“ berichtet von den
Zielen des neu gegründeten Vereins. Dazu bitte den Anhang aus der aktuellen DIATRA nachlesen.

Dr. Osterkamp sagte das Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery
seine Meinung zur Wiederspruchslösung von Contra zu Pro geändert hat.
Dr. Neft sagte, er wolle nicht zu viel Wasser in den Wein schütten aber er glaube nicht dass
die Wiederspruchslösung politisch durchzusetzen sei und er empfehle von der OSP nach
dem Herz Kreislauf Stillstand Abstand zu nehmen.

Frau Dr. Jutta Weiß DSO empfahl einen Juristen bei dem Vorhaben mit ins Boot zu holen.
Sie sagte dass ihren Erfahrungen nach zum Thema Herztod die Menschen mit denen sie gesprochen hat, besser verstehen als den Hirntod. 
Dr. Osterkamp sagte dass sich mit Gesundheitsminister Gröhe die Wiederspruchslösung nicht durchsetzen lassen hätte, da er diese als unethisch ansehe.
Jens Spahn hat sich vor 2 Jahren auch gegen diese ausgesprochen aber aus dem Grunde weil er glaube, dass dies zu einer geringeren Organspendebereitschaft führe und er somit leichter zu überzeugen wäre als Herr Gröhe. 
Dr. Jutta Weiß (DSO) stellt das Projekt Kunst in Schulen „ Organspende geht uns alle an !“ das möglichst im Kunst und Ethik Unterricht statt finden sollte, vor.
In der vorgestellten Bilderserie wurden sehr unterschiedlich und eindrucksvoll die OSP dargestellt.
Als letztes wurde Besprochen:
Die Referentenliste des Pools wird von Herrn Bruch noch einmal an die Bündnispartner geschickt, diese kann jederzeit erweitert werden. 
Es wird eine Neuauflage der Online Kampangne zur OSP vom Gesundheitsministerium erarbeitet und die OSP Wand die in verschiedenen Stätten unterwegs ist wird überarbeitet.
Peter Schlauderer LD e.V. fragte nach einer Teilnahme des BOB zur Landesgartenschau in Würzburg "Das kann Selbsthilfe". Er hat bereits mit Herrn Christian Holzinger der für die Organisation dieser 14 Tagesaktion zuständig ist gesprochen.
Herr Holzinger sagte dass sich die SH Gruppen aus der Würzburger Gegend einen halben oder ganzen Tag präsentieren können, die Anmeldungen dazu wären noch nicht recht groß, es sind zwei Personen für einer SH Gruppe für den Einsatz geplant. Es wurden einige Ideen der Kerngruppenmitglieder gesammelt, zum Beispiel ein Blumenbeet zum Thema Organspende oder ein vorgeformtes Beet dass die Besucher zum
Thema gestalten könnten.
Wir könnten auch die Aktionstafel mit den OSP Ausweisen haben sagte Dr.Neft und wenn wir den Besuchern unseres Standes einen Setzling mit geben wollen würde das Bündnis bei den Kosten unterstützen.

Dr. Breidenbach Leiter der DSO Bayern betonte noch, wir dürfen die Schuld der mangelnden Organspender nicht alleine auf die Entnahmekrankenhäuser schieben.
Prof. Anthuber sagte dazu, wir sind froh wenn uns das Pflegepersonal nicht gänzlich davon läuft und diese müssen sich auch um die Organspender kümmern.
Im Klinikum Augsburg ständen 15-20 Intensivbetten leer mangels Pflegepersonal und zwei drittel der Menschen die die Notaufnahme aufsuchen gehören nicht dort hin.
Ein Teilnehmender Arzt sagte noch zum Schluss, dass er während dieser Sitzung zwei Anfragen von anderen Kliniken bekommen habe, mit der Bitte um Aufnahme von Intensivpatienten die er wegen Mangel an Personal ablehnen musste.

Kontakt

Lebertransplantierte Deutschland e.V.
Montag - Donnerstag 10:00 bis 15:00 Uhr 

Telefon: 02302/1798991
Fax: 02302/1798992

E-Mail: geschaeftsstelle(at)lebertransplantation.de

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