Europäischer Tag der Organspende am 9. September 2017

Presseinformation DSO

Von Mensch zu Mensch über Grenzen hinweg neue Hoffnung schenken

Frankfurt am Main, 8. September 2017. Anlässlich des europäischen Tags der Organspende am 9. September soll über alle Grenzen hinweg den Organspendern und ihren Familien gedankt werden. Die diesjährige zentrale Veranstaltung in Bern in der Schweiz erinnert daran, wie wichtig die Entscheidung jedes Einzelnen für die Patienten auf den Wartelisten sein kann. Mehr als 143.000 Menschen sind es, die in Europa auf ein neues Organ warten. „Der europäische Tag der Organspende soll uns daran erinnern, dass Organspende und Transplantation eine Gemeinschaftsaufgabe der Gesellschaft, der Politik und der Medizin ist - und das über die Grenzen von Deutschland hinaus“, erklärt Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).
 
Ein wichtiger Erfolgsfaktor, um die Situation der Menschen auf den Wartelisten zu verbessern, ist die internationale Zusammenarbeit der Länder untereinander. Allein in Deutschland konnten in den letzten 50 Jahren fast 130.000 Organe erfolgreich transplantiert werden. „Das verdanken wir auch dem grenzüberschreitenden Austausch mit anderen Ländern der europäischen Gemeinschaft“, betont Rahmel. Insbesondere der Zusammenschluss der acht Mitgliedsländer des Eurotransplant-Verbundes (Niederlande, Belgien, Luxemburg, Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Deutschland) erhöht für alle Patienten die Chance schneller ein medizinisch passendes Organ zu erhalten. „Das ist besonders für Patienten, die dringlich auf ein lebensrettendes Organ warten, von Bedeutung. Aber auch Kinder sowie Patienten mit seltenen Gewebeeigenschaften haben bessere Aussichten, ein für sie sehr gut passendes Organ zu bekommen“, erläutert der Mediziner. Zudem verdanken seit Jahren mehr Patienten in Deutschland ihr Leben einem Organ aus dem Ausland, als umgekehrt. So wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 175 Organe mehr aus den Mitgliedsstaaten des Eurotransplant-Verbundes transplantiert, als aus Deutschland dorthin abgegeben wurden. Die Zuteilung der Organe an die rund 15.000 Wartelisten-Patienten erfolgt durch die Stiftung Eurotransplant im niederländischen Leiden entsprechend festgelegter Richtlinien. Zentrale Kriterien sind dabei die Erfolgsaussicht und die Dringlichkeit.

Darüber hinaus hat die Transplantationsmedizin - auch dank des intensiven internationalen Wissensaustausches in den letzten Jahren - neue Fortschritte erzielt. Die intensive Vorbereitung und Auswahl eines geeigneten Spenderorgans sowie modernste Operationstechniken spielen ebenso eine Rolle wie die Entwicklung spezieller Transportsysteme zum Schutz und der Konservierung der entnommenen Organe. Viele Organempfänger leben über Jahre bis sogar Jahrzehnte mit dem gespendeten Organ und feiern dankbar die Jahrestage ihrer Transplantation. „Organspende baut auf das Vertrauen, die Solidarität und die Nächstenliebe der Menschen, die sich entschieden haben, anderen zu helfen, wenn ihnen selbst nicht mehr geholfen werden kann. Sie braucht aber auch den Einsatz und das persönliche Engagement unserer Partner in den Krankenhäusern, die gemeinsam mit uns den Willen des Verstorbenen umsetzen und so den Patienten auf den Wartelisten helfen“, appelliert DSO-Vorstand Rahmel.
 
Pressekontakt:
Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation
Nadine Körner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Organtransplantation
Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 677 328 9400 oder -9411, Fax: +49 69 677 328 9409,
E-Mail: presse@dso.de, Internet: www.dso.de

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Lebertransplantierte Deutschland e.V.
Montag - Donnerstag 10:00 bis 15:00 Uhr 

Telefon: 02302/1798991
Fax: 02302/1798992

E-Mail: geschaeftsstelle(at)lebertransplantation.de

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