DANKE!

Wir transplantierten Patienten wissen es: Unsere Lebensrettung hat nicht erst im Operationssaal des Transplantationszentrums begonnen, sondern damit, dass sich ein Mensch zu Lebzeiten entschlossen hat, seine Organe nach seinem Tode zu verschenken. In sehr vielen Fällen treffen diese Entscheidung die Angehörigen im Sinne des Verstorbenen.

Wir wissen auch, dass das Schicksal des Organspenders keinen ursächlichen Zusammenhang mit dem des lebensbedrohlich organerkrankten Wartelistenpatienten hat - und doch kreuzen sich unsere Schicksalslinien.

An dieser Stelle sprechen wir im Namen der transplantierten Patienten unseres Patientenverbandes und deren Angehörigen in Hochachtung einen besonderen Dank an die Organspender und deren Familien aus. Wir haben großen Respekt davor, dass sich die Familien in schwerer Stunde für die Organspende ausgesprochen haben und nehmen das Organ als großzügiges Lebensgeschenk an.

Ebenso gilt unser Dank den Ärzten, dem Pflegepersonal und allen Mitarbeitern in den Transplantationszentren, bei der Stiftung Eurotransplant und der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Nur die koordinierte Arbeit vieler, engagierter Menschen ermöglicht die rettende Transplantation.

Wie können sich Organempfänger bedanken? Der Dankesbrief an die Spenderfamilie

für viele Empfänger von Organspenden ist es ein Herzenswunsch, sich bei den Angehörigen ihres Spenders zu bedanken. Schließlich ist das Geschenk eines lebensrettenden Organs von unschätzbarem Wert. An wen kann sich der Dank richten? Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland erlauben es nicht, die Identität der Familie des Organspenders zu erfahren, die stellvertretend für den Organspender einen Dank annehmen könnte. Auch die Weiterleitung eines anonymisierten Dankesbriefes an die Spenderfamilie ist leider derzeit nicht möglich.

Dennoch – der Wunsch „Danke“ zu sagen, bleibt ein großes Bedürfnis. Deshalb wollen wir Sie ermutigen, diesen Dank in Worte zu fassen und einen Brief zu schreiben. Für viele Angehörige ist das Lesen dieser Zeilen ein ganz besonderes und sehr emotionales Ereignis und wird als Bestätigung aufgefasst, das Richtige getan zu haben.

Zwar kann dieser Brief nicht direkt an die entsprechende Spenderfamilie weitergeleitet werden, er kann aber vielen Familien mit einem ähnlichen Schicksal zugänglich gemacht werden und so dem Dank an den Spender und seiner Familie Ausdruck verleihen: Bei Lesungen auf Veranstaltungen und Treffen mit Angehörigen, auf Ausstellungen, in Publikationen und über eine eigens dafür errichtete Internetseite. Ein jährlich erscheinendes „Danke“-Buch mit Auszügen aus den Briefen wird den Angehörigen von Organspendern als Geschenk der Anerkennung und Wertschätzung überreicht.

Hinweise zum Verfassen des Briefes

Warum soll ich einen Dankesbrief schreiben?

Vielen Empfängern ist es wichtig, nach der Transplantation etwas zurückzugeben und „Danke“ zu sagen. Auf der anderen Seite ist es für die Spenderfamilien ein großer Trost zu wissen, dass der Verstorbene helfen konnte. Durch die Veröffentlichung der Briefe werden nicht nur die betroffenen Familien erreicht, sie tragen auch dazu bei, die Sinnhaftigkeit einer Organspende zu verdeutlichen und damit auf mehr Anerkennung und Wertschätzung in der Öffentlichkeit hinzuwirken.

Wie bleibt die Anonymität gewahrt? Was passiert mit meinem Brief?

Die Briefe werden an zentraler Stelle anonymisiert, so dass keine direkte Verbindung zwischen Spender- und Empfänger entstehen kann. Dann werden Auszüge aus Ihren Briefen über verschiedene Wege und Maßnahmen den Angehörigen von Organspendern zugänglich gemacht. Der Verfasser des Briefs kann selbst entscheiden, wie sein Brief eingesetzt werden soll.

Wie wird der Brief genutzt?

Der Brief wird anonymisiert in Auszügen auf Angehörigentreffen verlesen, in Publikationen – insbesondere in das „Danke“-Buch für Spenderfamilien - aufgenommen und auf der Homepage www.dankesbriefe-organspende.de veröffentlicht.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Dankesbrief?

Der Entschluss, einen Dankesbrief zu schreiben, ist eine ganz persönliche Entscheidung. Auch der Zeitpunkt ist individuell unterschiedlich. Der „richtige Zeitpunkt“ kann für den einen nach einigen Monaten, für den anderen erst nach Jahren sein.

Wie finde ich die richtigen Worte?

Schreiben Sie einfach auf, was Sie empfinden und wie Sie sich fühlen. Sie werden die richtigen Worte intuitiv finden. Es ist Ihr ganz persönlicher Brief, der auch anderen Trost und Anerkennung schenken kann.

Wohin kann ich den Dankesbrief übermitteln?

Bitte schicken Sie Ihren Brief an die Deutsche Stiftung Organtransplantation, die sich dann direkt mit Ihnen in Verbindung setzt:

DSO
Hauptverwaltung „Dankesbriefe“
Deutschherrnufer 52
60594 Frankfurt

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Kontakt

Lebertransplantierte Deutschland e.V.
Montag - Donnerstag 10:00 bis 15:00 Uhr 

Telefon: 02302/1798991
Fax: 02302/1798992

E-Mail: geschaeftsstelle(at)lebertransplantation.de

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